Aktionstag Bewegungsförderung für Kinder

Sensenstein am 25.11.2018

Bewegung spielt im Kindesalter für die ganzheitliche Entwicklung eine zentrale Rolle. Über vielfältige Erfahrungen können durch Bewegung und Sport wichtige Impulse gesetzt werden. Der Aktionstag bietet dazu eine Auswahl praxisorientierter Workshops für alle an, die mit Kindern im Alter bis ca. 12 Jahre zu tun haben.

In ihrem Impulsvortrag beleuchtet Frau Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich (Universität Bayreuth) die Bedeutung von Bewegung für das Aufwachsen von Kindern. Bewegung sollte als Querschnittsthema und damit als Motor für kognitive, soziale und sprachliche Entwicklungen gesehen werden. Sie wirft auch einen Blick auf die Haltung der Fachkräfte, die das bewegte Aufwachsen moderieren.

Der Aktionstag wird mit 8 LE zur Lizenzverlängerung bzw. als 1 Fortbildungstag für Lehrer/innen anerkannt.

Programm

ab 09.00 Uhr Anreise / Anmeldung
09.30 Uhr Begrüßung / Einstieg
09.45 – 10.30 Uhr Impulsvortrag: Die Bedeutung von Bewegung für das Auswachsen (Prof. Dr. Ungerer-Röhrich / Uni Bayreuth)
10.45 – 12.15 Uhr Workshops (1- 6)
ab 12:30 Uhr Mittagspause
13.30 - 15.00 Uhr Workshops (7 – 13)
ab 15.00 Kaffeepause
15.30 - 17.00 Uhr Workshops (7 – 13)
anschließend Ausgabe der Teilnahmebestätigungen

Workshops vormittags (10.45 – 12.15 Uhr)

1  Große Erlebnisse für Kleine
Die Erlebnispädagogik kommt zunehmend auch bei der Altersgruppen Elementar-/Primarbereich zum Einsatz, denn insbesondere die Kleinen lassen sich mit der Aussicht auf Erlebnis und Abenteuer motivie-ren. Um einen pädagogischen Nutzen in Form von Kooperationsfähigkeit oder Wahrnehmungsförderung zu erzielen, müssen grundlegende Prinzipien erlebnispädagogischer Aktivitäten entsprechend der Alters-klasse angepasst werden. Wie das gelingt, erleben die Teilnehmenden in einer kurzen theoretischen Herleitung sowie in einem ausführlichen Praxisteil, in dem kindgerechte erlebnispädagogische Aufgaben und Spiele vorgestellt und ausprobiert werden. 4 – 10 Jahre.
Oliver Schmidt (Erlebnispädagoge)

2  Kinder gestalten eigenständige Bewegungsaufgaben

Bauen, bewegen und gestalten – kreative Bewegungsaufgaben ermöglichen Kindern einen selbständigen und phantasievollen Umgang mit verschiedenen Klein– und Großgeräten. Bewegungsbaustellen fördern die motorische, kognitive und soziale Entwicklung. Eingebettet als Spielgeschichte ist der Aufforderungscharakter der Bewegungsaufgaben so groß, dass Kinder gemeinsam vielfältige, motivierende Ideen entwickeln, planen und umsetzen. Sie erleben das eigene Tun als bedeutungsvoll und entdecken ihre eigene Stärken und Handlungsmöglichkeiten, was sich in der hohen Spielfreude widerspiegelt. 5 - 8 Jahre
Sybille Bierögel (Westfälischer Turnerbund)

3  Wahrnehmung spielerisch fördern

Kinder haben heute zu oft wenig Raum, sich und ihre Umwelt zu entdecken. Sie sitzen zu viel und bewegen sich zu wenig. Als Folge davon, werden wir immer häufiger mit dem Begriff „Wahrnehmungsstörung“ konfrontiert. Der Workshop soll ÜL, Erzieher/innen und Lehrer/innen, Möglichkeiten geben, ohne viel Vorbereitung spielerisch und in Bewegung die Wahrnehmung im Kindergarten, in der Schule oder im Verein zu fördern. 4 -12 Jahre.
Ingo Becker (Ergotherapeut)

4 Entspannen und Kraft schöpfen

Wer im „Berufsalltag“ mit Kindern langfristig  nicht „ausbrennen“ möchte, benötigt energiespendende und regenerierende Pausen. Aber die Anforderungen in Kita, Schule oder Verein lassen dazu meistens wenig Raum und Zeit. Und man muss diese Pausen auch immer wieder von sich selbst und anderen einfordern. Wir lernen Entspannungs- und Atemtechniken kennen, die wir überall und ohne große Vorbereitung ein-setzen können. Kleine Yogaübungen und eine Fantasiereise runden den Workshop ab.
Steffi Meyl (Heilpädagogin, Yogalehrerin)

5 Wilde Kinder mag ich gerne

Mit kontrollierten Bewegungsangeboten kann man Kinder fördern und fordern. Sie können sich dabei miteinander messen und gleichzeitig erfahren, dass sich einfügen, andere hervorheben und unterordnen müssen "nicht weh tun". Mit Kraft- und Geschicklichkeitsspielen schulen wir in diesem Workshop soziale Kompetenzen, Vertrauen- und Kooperationsfähigkeit und auch das finden eigener Grenzen. 5 -12 Jahre.
Friederike Röhr (Gymnastiklehrerin / Vors. DGymB)

6  Es geht raus - Bewegen und Orientieren in der Natur

Im Freien bieten sich vielfältige Bewegungsräume, es gibt keine Platzprobleme wie in überfüllten  Sporthallen oder Sportanlagen. Wir probieren verschiedene Gelände-, Orientierungs- und Teamspiele aus, mit denen das „Draußen“ als Bewegungsraum  auch für sportliche Erlebnisse genutzt und damit viel Abwechslung in eine Bewegungsstunde gebracht werden kann. Außerdem wird die Orientierungsfähigkeit, die in der heutigen Zeit der Navigationssysteme kaum noch gefordert wird, geschult. Bitte an witterungsangepasste Kleidung denken. 8-12 Jahre.
Laura Heckmann (Sportwissenschaftlerin)


Workshops nachmittags (13.30 – 15.00 Uhr und 15.30 – 17.00 Uhr)

7  Bewegtes Erleben
Die Psychomotorik ermöglicht ein besonderes Erfahrungslernen über Bewegung. Dabei können gezielt Förderschwerpunkte gesetzt werden. Im Workshop wird ein Einblick in das ganzheitliche und entwick-lungsorientierte Konzept gegeben, das Wahrnehmung und Bewegung gleichermaßen fördert. Neben hilfreichen Grundlageninformationen stehen praxisnahe psychomotorische Spiele und Bewegungsangebote im Zentrum. 4 -12 Jahre.
Oliver Schmidt (Erlebnispädagoge)

8  Sport mit schwierigen Kindern – und jetzt?

Dieser Workshop behandelt die Problematik und vor allem die Hilfsmöglichkeiten „schwierige“ Kinder in Sportstunden zu integrieren und sie auf vielen Ebenen anzusprechen. Besonderer Schwerpunkt sind Spieleinheiten mit einem hohen Motivationspotenzial, die viele psychomoto-rische Anteile beinhalten. Dieser Workshop macht Mut und zeigt Wege auf, Sportstunden als Integration dieser besonderen Kinder zu erfahren. Natürlich sind die Inhalte auch für „normale“ Bewegungsstunden geeignet! 6 - 12 Jahre
Sybille Bierögel (Westfälischer Turnerbund)

9  Kräftemessen mit Spiel und Spaß

Beim Kräftemessen mit Spiel und Spaß können Kinder ihre überschüssige Energie / Kraft kanalisieren, abbauen und zu neuer Konzentration finden. Ob beim bayrischen Zehnkampf oder beim Klammeraffen, der Spaß steht dabei natürlich im Mittelpunkt und mit ihm auch die Verbesserung der Sozialkompetenzen. Für alle Altersklassen ist etwas dabei. 4-12 Jahre
Ingo Becker (Ergotherapeut)

10  Ich fühle mich - von Kopf bis Fuß!
Gesund bleiben und sich wohlfühlen hängt entscheidend davon ab, sich bewusst wahrnehmen und ent-spannen zu können. Leider stimmt oft die Balance zwischen Anspannung und Entspannung nicht mehr. Hier setzen Yoga und Entspannungstraining für Kinder an, indem es die Körper- und Sinneswahrnehmung fördert. Wir lernen Übungen kennen, die Atem, Körper und Sinne ansprechen und erfahrbar machen - eingebettet in Spielen, Geschichten und Fantasiereisen, die die Erlebniswelt der Kinder aufgreifen. Bitte bequeme Kleidung, eine Decke, dicke Socken und Spaß an der Bewegung mitbringen. 4 -10Jahre.
Steffi Meyl (Heilpädagogin, Yogalehrerin)
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11  Fünfminuten-Spiele
Immer wieder braucht man in einer Bewegungsstunde mal schnell ein Spiel -  dann immer diese langen Spielbeschreibungen! In diesem Workshop werden kurze, knackige und lustige kreative Spielanregungen geliefert und ausprobiert. Alle können prima auch auf engem Raum umgesetzt werden. Dabei kommen zahlreiche Alltagsmaterialien zum Einsatz. 4 – 14 Jahre.
Friederike Röhr (Gymnastiklehrerin / Vors. DGymB)

12  Spiel und Spaß für die Gruppendynamik

Wer kennt das nicht - die Gruppe kommt nicht in die Gänge oder man muss sie zwischendurch mal auf Trab bringen? Es wird ein breites Spektrum an Spielen vorgestellt und ausprobiert, zum Kennenlernen, zur Auflockerung, für die Gruppeneinteilung oder um die Gruppe in Stimmung zu bringen. Auch Auswer-tungen und Feedback können darüber gestaltet werden. Außerdem werden einfache Geräte (Balltrans-port, Zauberstab, schlaue Schlinge u.a.) selbst hergestellt. 5 – 15 Jahre.
Lothar Braun (Ergotherapeut

13  Völlig losgelöst – Geschichten für das Bewegen im Wasser

Das Eintauchen in den Bewegungsraum Wasser eröffnet Kindern eine andere Welt. Sie werden leicht wie eine Feder und haben es doch schwer, schnell zu laufen. Das Bewegen im Wasser lässt sie Erfahrungen in der dritten Dimension sammeln und sich über alle Körperachsen problemlos drehen. Mit Hilfe von Be-wegungsgeschichten werden Übungen (auch für Nichtschwimmer/innen geeignet!) vorgestellt und aus-probiert, welche die Einmaligkeit des Bewegungsraums nutzen und die psychomotorische Entwicklung fördern. 3 – 7 Jahre.
Axel Dietrich (Bildungsreferent / DSV)