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Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung

Bedürftige Kinder nicht vom Sport ausschließen

Am 29. März 2011 ist das Gesetz zum Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung verkündet worden. Dieses Bildungspaket fördert und unterstützt Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen. Unter anderem sollen bedürftige Kinder in der Freizeit nicht ausgeschlossen sein, sondern bei Sport, Spiel und Kultur mitmachen können. Deswegen wird zum Beispiel der Beitrag für den Sportverein oder für die Musikschule in Höhe von monatlich bis zu 10 Euro übernommen. Die Trägerschaft und die Verantwortung für die konkrete Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets liegen bei den Kommunen.

Wer kann Leistungen bekommen?

Anspruchsberechtigt sind Kinder und Jugendliche aus Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, den Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen. In Deutschland sind dies derzeit rund 2,5 Millionen Mädchen und Jungen. Das Bildungspaket gilt für Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre. Ausnahme sind die Leistungen zum Mitmachen in Kultur, Sport und Freizeit – hier liegt die Altersobergrenze bei 18 Jahren.“

Wer ist Ansprechpartner für Familien?

Folgende Hinweise gibt hierzu das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS):

„Wer Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld bekommt, wendet sich für Leistungen aus dem Bildungspaket in der Regel an das Jobcenter. Dort wird es von den Kreisen und kreisfreien Städten umgesetzt. Auch bei Fragen der Regelleistung (Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld) bleibt das Jobcenter Ihr Ansprechpartner. Dort stellen Sie Ihren Antrag und von dort wird Ihnen monatlich das Geld überwiesen.

Für Familien, die Sozialhilfe, Wohngeld oder den Kinderzuschlag erhalten, sind die Jobcenter nicht zuständig. Die Kreise oder kreisfreien Städte (erreichbar zum Beispiel im Rathaus, im Bürgeramt oder in der Kreisverwaltung) nennen diesen Familien den richtigen Ansprechpartner. Von Familien, die Wohngeld oder den Kinderzuschlag beziehen, nimmt die Familienkasse übergangsweise die Anträge entgegen.“

Was müssen Sportvereine tun?

Wenn ein Verein, ein Verband oder ein sonstiger Partner Angebote für bedürftige Kinder und Jugendliche bereitstellen möchte, wendet er sich zunächst an die jeweilige Kommune, wo ihm dann weitergeholfen wird Die konkrete Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets in den Kommunen kann sehr unterschiedlich sein.

Das Bildungs- und Teilhabepaket - Mitmachen möglich machen -  www.bildungspaket.bmas.de