Europa der Regionen im Sport – Ein Netzwerk für Jugendaustauschprogramme in Europa

Teil 3: Abenteuer erfahren mit der Erlebnissportorganisation von St. Petersburg

Hier kommt der Nachschub
Rafting inmitten der russichen Wildnis

Das Netzwerk Europa der Regionen im Sport umfasst über ein Dutzend Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Jugendliche in Europa über den Sport miteinander in den Austausch zu bringen. Einige dieser für die Sportjugend Hessen wichtigen Partnerorganisationen werden in einer kleinen Serie in „Sport in Hessen“ vorgestellt.
Damit möchten wir nicht nur junge Menschen für die Teilnahme an den Jugendcamps in den Sommerferien begeistern, sondern auch den Jugendausschüssen in den Kreisen und Verbänden die Möglichkeiten aufzeigen, eigene Austauschprogramme zu starten. Das Referat Internationale Jugendarbeit der Sportjugend beantwortet interessierten Mitgliedsorganisationen gerne weitergehende Fragen, zum Beispiel zur Finanzierung eigener internationaler Begegnungen.

Abenteuercamp am größten See Europas
Die Erlebnissportorganisation LENA ist der Jugendaustauschpartner der Sportjugend und bietet im Auftrag der Stadt St. Petersburg sportbezogene Bildungscamps für junge Leute an. Dazu betreibt sie in Karelien am Ladogasee, dem größten See Europas, ein Abenteuercamp.
Abenteuerlich sind dabei nicht allein die Sportangebote mit Rafting, Kletterseilgarten, Skilanglauf und Kanufahren, sondern auch die Aufgaben, die zur Sicherung des täglichen Lebensbedarfs in dieser Wildnis notwendig sind. Dazu gehören unter anderem Holzhacken, Wasser aus 10 m tiefen Brunnen schöpfen, (Eis)Fischen, selbstständige Befeuerung der eigenen Hütte und der campeigenen (russischen) Sauna.

Herausforderungen der Jahreszeiten
Das Austauschprogramm der Sportjugend findet grundsätzlich im Sommer statt, doch auch im Winter ist das Camp geöffnet. Dann wird dort bei minus 30 Grad draußen gegrillt bzw. Soljanka gekocht und die Gäste erhalten zahlreiche Tipps, wie man sich erfolgreich der Kälte erwehrt. Der Vorteil des Besuchs in dieser Jahreszeit liegt auf der Hand: Die Bären halten Winterschlaf.  
Im Sommer ist außerhalb des großen Campareals mehr Vorsicht geboten. Das Programm in den wärmeren Monaten ist gespickt mit zahlreichen interaktiven Gruppenaufgaben im Freien. Gemeinsam mit den outdoor-erfahrenen Gastgebern werden Zelte aufgebaut, Feuer ohne einschlägige Hilfsmittel entfacht oder Flöße gebaut etc. Die deutsch-russische Freundschaft ist zur Bewältigung der verschiedenen Herausforderungen sowohl Voraussetzung als auch Ziel der Problemlösungen.
Musikalische Interessen sind für die Teilnehmer/innen dieser Camps durchaus von Vorteil, denn russische Gesänge und traditionelle Instrumente begleiten stetig den Campalltag.

Auf geht´s nach St. Petersburg
Nach einer Woche im Camp findet der Austausch in St. Petersburg seinen Abschluss. Untergebracht in einem Hotel erkunden die jungen Leute unter Führung der Einheimischen und ihrer gastfreundlichen Familien die Stadt. Der ganztägige Besuch der Ermitage wird zu einer erneuten sportlich-kulturellen Herausforderung.

Langjährige Erfolgsgeschichte
Seit mehr als zehn Jahren stellen sich Sportjugendgruppen aus Hessen zusammen mit Gleichaltrigen aus Tschechien und Großbritannien diesen von den russischen Freunden angebotenen Abenteuerprogrammen. Wer diese Programme einmal erlebt hat, wird auch künftig zur Pflege der deutsch-russischen Freundschaft beitragen wollen und seinerseits gerne beim Gegenbesuch eine Gastgeberrolle mit seinem Sportverein oder auch allein übernehmen.
Das Internationale Referat der Sportjugend unterstützt Interessierte gerne dabei.

Nächste Gelegenheit zur Reise ins russische Abenteuer bietet sich vom 22.07. – 02.08. 2018 für 16- bis 21-Jährige. (www.jugendreisen.de)