Fachtag im Herbst 2018

21. Fachtag "Mehr Bewegung in die Schule und den Kindergarten“ 26.11.2018 in Frankfurt

Immer mehr Kinder verbringen aufgrund ausgeweiteter Betreuungs- und Schulzeiten immer mehr Zeit in Kita oder Schule. Deshalb gewinnen Konzepte einer bewegten Schule und einer bewegten Kindertageseinrichtung zunehmend an Bedeutung.

Je mehr sich der Lernstoff in der Schule verdichtet, umso wichtiger wird es, den Unterricht handlungs- und bewegungsorientiert zu gestalten und notwendige Entspannungsphasen einzubinden, um die Verarbeitung des Gelernten zu unterstützen. Viele Lehrer/innen und pädagogische Fachkräfte wollen deshalb noch mehr "Bewegung" in den Schulalltag aufnehmen und nicht nur auf den Sportunterricht beschränken. Auch in der Kindertagesbetreuung wird das Konzept einer "bewegten Kita" zunehmend wichtiger.

Der Fachtag trägt zur Entwicklung von Ideen für einen bewegungsfreudigen, dynamischen pädagogischen Alltag in Schule und Kindergarten bei. Dazu sind nicht nur die Sportfachkräfte aller Schulformen und Jahrgangsstufen sowie aus dem Voschulbereich eingeladen, sondern alle "Bewegungsinteressierte" aus pädagogischen Arbeitsfeldern.
Damit wollen wir zusätzlich die Zusammenarbeit der beiden Bildungsinstitutionen Kita und Schule hinsichtlich der Übergangsgestaltung und weiterer Vernetzungsaufgaben unterstützen.

Im diesjährigen Impulsvortrag "Rausgehen ist wie Fenster aufmachen - nur krasser! - Die Natur als Bewegungsraum nutzen!" beleuchtet Dr. Thorsten Späker (Lehrstuhl Motologie der Uni Marburg), welche besonderen Chancen und Gewinne eine Bewegungsförderung im Freien bietet.
Insbesondere die Wirkungen und Möglichkeiten von bewegten Naturerfahrungen werden vorgestellt. Zu diesem Themenbereich findet auch ein Workshop statt.
Der Aktionstag wird mit 8 LE zur Lizenzverlängerung bzw. als 1 Fortbildungstag für Lehrer/innen anerkannt.

Die Teilnahmegebühr beträgt 50,- Euro.

Ablaufplan

ab 08.30 Uhr - Anreise und Anmeldung
09.00 Uhr - Eröffnung
09.15 Uhr - Einstiegsthema
10.45 - 12.45 Uhr - Workshops Phase I
12.45 - 14.00 Uhr - Mittagspause und Infobörse
14.00 - 16.00 Uhr - Workshops Phase II

Die Praxisworkshops

 

WS-01 "Bis bald im Wald" - Psychomotorik in der Natur

Dr. Thorsten Späker (Lehrstuhl Motologie Uni Marburg

In diesem Workshop geht es um das praktische Erproben, wie die Natur als Bewegungsraum genutzt werden kann. Die Teilnehmer/innen lernen entwicklungs- und bewegungsfördernde Wahrnehmungs- und Bewegungsanlässe kennen. Dabei soll erfahrbar werden, was die typischen Merkmale und Ideen des psychomotorischen Blicks auf bewegte Naturerfahrungen sind.
Zum Workshop bitte warme und wetterfeste Kleidung mitbringen.



WS-02 Ausdauer abwechslungsreich trainieren: vielfältig und gesund

Armin Borst (Hessischer Triathlon Verband)

Ausdauertraining ist wichtig und gleichzeitig nicht immer so einfach motivierend und abwechslungsreich zu vermitteln. Dazu werden praktische Übungen mit unterschiedlichsten Spielformen zur Schulung der Ausdauer im Sportunterricht vorgestellt und exemplarisch selbst erprobt. Grundsätzlich sind die spielerischen Aufgaben mit keinem bis geringen Materialaufwand für alle Schulformen/Altersstufen geeigent oder schnell und leicht anpassbar. Abschließend erfolgt eine Hinführung zum AusdauerdreikampfSchwimmen-Radfahren-Laufen im Schulalltag/Ganztag. Diese wird ergänzt mit Informationen zur Umsetzung im Schulalltag/in der Ganztagsschule, sowie zu Wettbewerbsformen und Projekten aus dem Triathlon.



WS-03 "KINDERLEICHTathletik"
Dominic Ullrich (Deutscher Leichtathletik Verband)

Spielerische, vielfältige und motivierende Leichtathletik mit neuen Bewegungsformen und -aufgaben, Geräten und Wettkampfformen orientieren sich an den Bedürfnissen, am Entwicklungsstand, an der Gefühlswelt und der Fantasie junger Menschen. In dem Praxisworkshop werden Übungen, Spiele, Bewegungsaufgaben und Wettbewerbsformen aus den grundlegenden Bewegungsbereichen Laufen, Springen und Werfen gemeinsam ausprobiert. Dabei sollen kindgemäße Vermittlungsprinzipien sowie methodisch-didaktische Grundsätze einer pädagogisch ausgerichteten Kinderleichtathletik deutlich gemacht werden.

 

WS-04 „Von Anfang an im Gleichgewicht“ Zielgruppe 3 - 6 Jahre

Michaela Brauburger (Lehrerin)

„Bi, ba, buhu, auf dem Baum da sitzt ein Uhu. Dreht sich ganz zur Seite dann, dass er alles sehen
kann…“ Bei den spielerischen Minutenangeboten zur Schulung des Gleichgewichts, zur
Unterstützung der kindlichen Bewegungsentwicklung und zur Unterstützung der Sprachentwicklung
handelt es sich um gute, einfache aber wirkungsvolle Förderung. Zwerg Willibald, Schnecke, Käfer,
Floh & Co machen Team und Kinder froh.

 

WS-05 Starke Spiele - Starke Kinder - Starke Gruppe
Annette Krawietz (Sportwissenschaftlerin)

Wir erproben vielfältige starke Spiel- und Bewegungsideen für drinnen und draußen. Dabei stärken
wir unsere Ressourcen und entwickeln wichtige Basiskompetenzen. Die unterschiedlichen
Einsatzmöglichkeiten der psychomotorisch, erlebnisorientierten Praxis reflektieren wir für Kita,
Grundschule und Verein. Los geht`s!

 

WS-06 Leben in Balance – Körperliches und seelisches Gleichgewicht erleben
Alexander Jordan (Leiter ZFS)

Der Workshop basiert auf dem Programm „Entdecken Sie Ihr Gleichgewicht!“, ein Bewegungs- und
Gleichgewichtsprogramm nach Dorothea Beigel.
Die Förderung der inneren und äußeren Balance erhöht die Achtsamkeit gegenüber sich selbst
sowie dem eigenen Körper und Wohlbefinden. Die Schulung der Gleichgewichtsfähigkeit
ermöglicht Ruhe und einen Zugang zur Selbstwahrnehmung. Die Stärkung einer individuellen
Leistungskraft sowie des Selbstbildes und der Selbstregulation helfen, sich in den tagtäglichen
Anforderungen immer wieder neu und sicher verhalten zu können. „Das Spektakuläre an diesem
Programm ist das Unspektakuläre“ (D. Beigel). Lassen Sie sich daher auf die Übungen ein und
erleben Sie einen spürbaren Gewinn für Ihre Gesundheit an jedem Tag! Die Umsetzbarkeit im
Alltag ist einfach und praktisch überall im Beruf und in der Freizeit möglich.


WS-07 Bildung kommt ins Gleichgewicht – Arbeiten mit dem Gleichgewichtskalender
Barbara Boedicker (Grundschullehrerin, Dozentin in der Lehrerfortbildung)

Neben Hören und Sehen haben Gleichgewicht und Bewegen eine immense Bedeutung für das
Lernen. Ein ausgewogenes Gleichgewicht unterstützt Hören und Sehen, ermöglicht langsame,
gezielte Bewegungsabläufe und eine auf die Situation angepasste Gesamtkörperspannung. Es
fördert die Gehirnentwicklung und das körperliche Wohlbehagen. Regelmäßige, ein bis
dreiminütige Gleichgewichtsübungen, die stufenweise aufbauen, pflegen das Gleichgewicht und
fördern die Konzentration und Lernmöglichkeiten bei sich selbst und allen Beteiligten. Zielgruppe
sind Kindergarten wie Grundschulkinder.

 

WS-08 Kinder-Yoga
Christiane Hosemann (Entspannungspädagogin)

Mit Yoga gelingt es, jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung zu fördern und ein positives
Selbstkonzept zu entwickeln. Spannungen, Angst und Unruhe werden abgebaut sowie ein
genussvolles Hinspüren in Körper und Seele ermöglicht. Wir erleben bewegungsorientierte
Mitmach-Geschichten, Entspannungs-Spiele und Mini-Meditationen. Damit kann man auch ohne
eigene Yogaerfahrungen spielerisches Kinder-Yoga im eigenen Praxisumfeld von Verein, Schule
und Kita anbieten - gerade auch in inklusiven Gruppen.



WS-09 ACTIV & CLEVER – Lernen mit Bewegung unterstützen
Rosemarie Arndt (Lehrerin, Dozentin in der Lehrerfortbildung), Solveig Dammeyer (Förderschullehrerin,
Dozentin in der Lehrerfortbildung)

Der Alltag in der Schule stellt Lehrer/innen immer wieder vor die Herausforderung, im Unterricht die
Aufmerksamkeit und Konzentration der Schüler/innen zu erhalten bzw. wiederherzustellen.
Gelingen kann dies durch gezielte Bewegungsangebote. Hierzu hat die ZFS ein Praxiskartenset
mit Beispielen erprobter Praxis zur Bereicherung des Unterrichts mit mehr Bewegung
zusammengestellt. Die 50 Übungen, Methoden und Spiele bewegen sich im Spannungsfeld
zwischen Aktivierung und Beruhigung. Beispielhafte Bewegungsaufgaben aus den einzelnen
Bereichen werden im Workshop praktisch erprobt sowie Gelingensbedingungen und Variationen
besprochen.

 

WS-10 Longboard, Skateboard und Stunt Scooter
Tim Döring (Sportwissenschaftler)

Auf Rollen entspannt dahin gleiten oder sportlich durch den Skatepark jagen – für Kinder und
Jugendliche sind das attraktive Bewegungsformen. Wir stellen dazu unterschiedliche Boards vor,
aber auch Stunt-Scooter, die sehr einfach zu handhaben sind. Die Teilnehmer lernen
Vermittlungstechniken für die Kids kennen und erfahren selbst, sich mit eigener Kraft und Dynamik
auf den verschiedenen Geräten fortzubewegen. Nach einer Einführung wagen wir uns an die
ersten leichteren Kunststücke und Stunts. Roll- und Gleiterfahrungen (z. B. Inlineskating oder
Skifahren) sind wünschenswert. Zum Workshop bitte warme und wetterfeste Kleidung mitbringen.



WS-11 Die Mini-Ballschule – Das ABC des Spielens für Kindergartenkinder
Gregor Bennek (Sportwissenschaftler)

Zunächst folgt ein kleiner theoretischer Impuls, der über die Philosophie der Ballschule Heidelberg
informiert. Die motorischen Basisfertigkeiten, technisch-taktischen und koordinativen Kompetenzen
werden anhand von Spielen, Übungen und Bewegungsgeschichten vorgestellt. Sie bilden das ABC
des Spielens für Kindergartenkinder.



WS-12 Das ABC des Spielens für Grundschulkinder
Gregor Bennek (Sportwissenschaftler)

Zunächst folgt ein kleiner theoretischer Impuls, der über die Philosophie der Ballschule Heidelberg
informiert. Die Inhalte der Praxisworkshops entsprechen den drei Säulen (ABC) des
Ballschulkonzepts. Anhand verschiedener Ballschulspiele und Übungen werden die Bereiche der
Koordination, Technik und Taktik vorgestellt.

 

WS-13 5 Minuten Spiele 2.0
Friederike Röhr (Tanzpädagogin)

Spiele schulen gleichermaßen Konzentration, Räumliches sehen, Gruppendynamik, kognitiven
Fähigkeiten, Reaktion, Koordination, sowie den Team- und Wettkampfgeist. Sie helfen beim Abbau
von Aggressionen und sind unbewusst eine Herausforderung für jeden einzelnen. Im Vordergrund
des Workshops stehen Spiele mit kurzen Spielanleitungen, sodass auch dann wenn keine Zeit
mehr für ein Spiel sein sollte, doch noch eines geht.



WS-14 Angebot zum Erfahrungsorientierten Lernen mit Kooperationsspielen
Nicole Lenhart (Lehrerin, Fachberaterin)

Kooperationsspiele fördern den Gruppenzusammenhalt auf der Basis lohnender Lernerfahrungen
einer/s jeden Einzelnen. Es gibt keine Sieger/-innen oder Verlierer/-innen, die Gruppe als Ganzes
ist gefordert. Sie bekommt eine Aufgabe, die ihre Teamfähigkeit auf die Probe stellt. Alle müssen
dazu beitragen, dass die Herausforderungen gelöst werden. Damit dieser Lernprozess auch in den
Alltag hineinwirkt, werden die gemachten Erfahrungen gemeinsam reflektiert. Im Workshop werden
erprobte Praxisbeispiele angeboten.