Wer den Begriff mentale Stärke spaßeshalber bei YouTube eingibt, stößt bereits auf der ersten Ergebnisseite auf Schlagworte wie Erfolg, Leistung, Willenskraft, Größe, Durchhaltevermögen – ja sogar auf Begriffe wie „unbesiegbar“ oder „Legales Doping“. In kurzen Videos erklären Trainer*innen und vermeintliche Role Models, warum monotone Koordinationsübungen und einfache Konzentrationsaufgaben stark machen, beim Fokussieren helfen und Emotionen regulieren sollen.
Dabei geht es nicht um große körperliche Anstrengung, nicht um Ausdauer, Kraft oder Schweiß. Im Mittelpunkt steht vielmehr das letzte Quäntchen Leistungsfähigkeit, das aus Sportlerinnen und Sportlern herausgeholt werden soll – mit dem Ziel, endgültig zu siegen, den Gegner*innen überlegen zu sein und nicht mehr als Verliererin oder Verlierer dazustehen. Diese einseitige Sichtweise greift jedoch zu kurz. Mentale Stärke bildet sich nicht in Überlegenheit oder permanentem Erfolg ab. Mentale Stärke ist dann gegeben, wenn Zuversicht, Optimismus und innere Stabilität auch dann erhalten bleiben, wenn Dinge nicht gelingen. Genau hier kommt die zentrale Rolle gut ausgebildeter Übungsleiterinnen und Übungsleiter ins Spiel.
Aus Misserfolgen stärker hervorgehen und etwas lernen
Qualifizierte Ausbildungen im Kinder- und Jugendsport vermitteln, dass Sport in erster Linie Freude bereiten muss. Spaß an Bewegung ist der wichtigste Motivationsfaktor für eine regelmäßige und langfristige Trainingsbeteiligung. Mentale Stärke bedeutet in diesem Kontext nicht, Kinder auf Sieg zu trimmen, sondern ihnen Selbstvertrauen zu schenken. Gut geschulte Übungsleitende unterstützen junge Sportlerinnen und Sportler dabei, an sich zu glauben, statt sich selbst infrage zu stellen.
Die Kunst im Verlieren zu gewinnen
Der Sport bietet wie kaum ein anderer Lebensbereich zahlreiche Gelegenheiten, Erfahrungen mit dem Verlieren zu machen: auf der Ersatzbank sitzen, langsamer oder schwächer sein als andere, Erwartungen nicht erfüllen – seien es die der Trainerin, der Eltern oder des sozialen Umfelds. Übungsleitende mit fundierter Ausbildung im mentalen Training wissen um diese Herausforderungen. Sie kennen altersgerechte Übungen und pädagogische Ansätze, die helfen, den Blick nach innen zu richten, eigene Stärken wahrzunehmen und Zufriedenheit unabhängig vom Ergebnis zu entwickeln.
Gut ausgebildete Trainerinnen und Trainer im organisierten Sport stärken das Selbstbewusstsein der ihnen anvertrauten Kinder nachhaltig. Sie leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Genau darin liegt der Kern mentaler Stärke: nicht im nie wieder verlieren, sondern im inneren Halt, der auch Niederlagen standhält.
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