Inklusion im Sport


Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Sport

Es ist ein zentrales Ziel  der Sportjugend Hessen, allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die uneingeschränkte Teilhabe an Maßnahmen, Aktionen und Aktivitäten der Sportjugend zu ermöglichen.

Für uns bedeutet Inklusion:

  • die vollständige Einbeziehung von Menschen mit Handicap ins gesellschaftliche Leben, ihre gleichberechtigte Anerkennung und Würdigung,
  •  die Verwirklichung umfassender, gleichberechtigter und selbstbestimmter Teilhabe.

Oft wird im Zusammenhang von gemeinsamem Sport (mit Behinderung und ohne Behinderung) auch  von Integrationssport gesprochen. Dies ist keine spezielle Sportart, sondern umfasst alle Bewegungs-, Sport-, und Spielangebote, an denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen und gemeinsam teilnehmen können. Dies können z. B. sein: Turnen, Psychomotorik, Mannschaftsspiele, Akrobatik, Klettern, Tanzen, Reiten, Inlineskating, Yoga, Bewegungsgeschichten und, und, und.


Profilerweiterung Inklusion

Die KfW Stiftung unterstützte den Landessportbund Hessen und die Sportjugend Hessen bei der Entwicklung und Umsetzung der Profilerweiterung Inklusion. Damit ermöglichte sie in den Jahren 2015 bis 2019 rund 250 Teilnehmer*innen die Teilnahme an der Weiterbildung.  Das deutschlandweit einzigartige Angebot wird auch in 2020 fortgesetzt.

Das hier entwickelte Bildungsangebot mit dem Schwerpunkt „Kinder/Jugendliche“ richtet sich an alle Interessierten (Übungsleiter, Lehrer, Motologen etc.) und wird zur Lizenzverlängerung anerkannt.

Anmeldung - weitere Informationen


Mit Dir inklusiv im Sport

Sport-Inklusionslotsen für die Hessischen Sportkreisjugenden

Sport kann ein gutes Beispiel für Inklusion sein. Denn dort können Menschen mit Behinderung auf einfache Art und Weise mit Menschen ohne Behinderung zusammenkommen. Vor allem Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen haben bislang zu wenige Möglichkeiten, um im regulären Vereinssport anzudocken.

Die Sportjugend Hessen und der Landesverband für Körper- und Mehrfachbehinderung Hessen e.V. (LVKM) wollen dies in Hessen ändern und führen gemeinsam das Projekt „Sport-Inklusionslotsen für die Hessischen Sportkreisjugenden“ durch. Das Projekt wird durch die Aktion Mensch und das Hessische Ministerium des Innern und für Sport gefördert. Es startet zunächst in den Sportkreisen Hochtaunus, Bergstraße, Werra-Meißner, Region Kassel und Fulda-Hünfeld.

Netzwerken vor Ort
Die Sport-Inklusionslotsen haben die Aufgabe, Kinder und Jugendlichen mit Behinderung bei der Suche nach dem geeigneten Sportangebot für sie in ihrer Umgebung zu unterstützen. Gemeinsam überlegen sie, welche Sportart dem Kind/Jugendlichen Spaß machen würde, welcher Verein in der Nähe diese Sportart anbietet und wie die Teilnahme individuell gestaltet werden könnte.

Zudem verfügen sie über ein entsprechendes Netzwerk, kennen die jeweiligen Sportangebote in der Region, stehen mit den Vereinen in Kontakt und entwickeln gemeinsam Ideen, wie das Angebot an inklusivem Vereinssport erweitert werden kann. Einige Sport-Inklusionslotsen leben selbst mit einer Behinderung. Deshalb wissen sie aus eigener Erfahrung, worauf es ankommt.
Vor der Aufnahme ihrer Tätigkeit werden die Lotsen umfänglich geschult und qualifiziert.

Momentan werden die Sport-Inklusionslotsen für die einzelnen Sportkreise gesucht und das Bewerbungsverfahren ist im vollen Gange.