Landesprogramm "Sport und Flüchtlinge"

Regionalteffen der Sportkreise Mittelhessens

Programm Integration durch Sport
Regionaltreffen in Klein_linden (Foto: Thomas Wißner/Giessener Anzeiger)

Im Januar 2016 startete das Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“, finanziert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums des Inneren und für Sport. Während dieser Zeit hat sich das Programm stetig weiterentwickelt und neue Ideen sind entstanden. Viele mittelhessische Städte und Gemeinden beteiligen sich und nutzen die Möglichkeiten für die Integration von Geflüchteten. Vor Ort entwickelten sich über die Sport-Coaches neue Netzwerke und Strukturen.

Netzwerke in den Sportkreisen
Mit Unterstützung der Integrationskoordinatoren auf Sportkreisebene und finanziert über das Bundesprogramms „Integration durch Sport“, wird die Arbeit der Sport-Coaches in den jeweiligen Sportkreisen koordiniert und vernetzt. Es gibt gemeinsame Veranstaltungen und das Netzwerk mit zahlreichen Kooperationspartnern, wie z. B. WIR-Koordinatoren, Integrationsbeauftragten, Freiwilligenzentren und Trägern der sozialen Arbeit vor Ort auf kommunaler Ebene weitet sich stetig aus. Sport-Coaches vor Ort, Integrationskoordinatoren in den Sportkreisen und Regionalkoordinatoren bei der Sportjugend Hessen im Landessportbund, bieten Beratung und Unterstützung auf allen Ebenen.

Um einen Austausch untereinander zu nutzen und einen Blick auf die aktuelle Arbeit und in die Zukunft zu werfen, folgten zahlreiche Sport-Coaches, Kommunalvertreter und Netzwerkpartner der Einladung der Integrationskoordinatoren der Sportkreise Gießen, Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf zu einem gemeinsamen Regionaltreffen im Vereinsheim des TSV Gießen Klein-Linden.

Erste Ansprechpartner und Berater für alle engagierten hessischen Sportvereine bei integrativen und sozialen Projekten sind dabei die Regionalkoordinatoren des Programms „Integration durch Sport“. Brigitte Hermann, für Mittelhessen zuständig, begrüßte fast 30 Akteure rund um die sportliche Integrationsarbeit mit Geflüchteten. An ihrer Seite die Koordinatoren auf Sportkreisebene, Lisa Fett für den SK Gießen, Corinna Cochet-Thibol für den SK Lahn-Dill sowie Peter Jacobi für den SK Marburg-Biedenkopf.
Im Verlauf des Abends stellten mehrere Sport-Coaches besonders gelungene Projekte vor und gemeinsam wurde über die Schwierigkeiten, die sie im Rahmen ihrer Tätigkeiten antreffen, diskutiert. Aus dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, nahm auch der zuständige Referent Dirk Dirbach teil und notierte sich sogleich einige Ideen aus Sicht der Basis für die zukünftige Weiterführung des Programms.

Fortsetzung in 2019
Das erfolgreiche Programm „Sport und Flüchtlinge“ soll in 2019 fortgesetzt werden. Um als Gemeinde daran teilzunehmen sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen: In der Kommune leben mindestens 40 Flüchtlinge (eine interkommunale Zusammenarbeit ist möglich) und es gibt eine Person, die sich als Sport-Coach engagieren möchte. Geplant ist, die sportliche Integrationsarbeit durch eine zweite Fördersäule zu erweitern. Wie dies im Einzelnen aussehen wird, wird von den zuständigen Vertretern des Ministeriums und der Sportjugend Hessen noch definiert.