Kooperationsfeld Schule und Verein

Die Schulentwicklung wirkt zunehmend auf das Bildungs- und Sportsystem. „Ganztagsschule“ und „Turboabi“ heißen die Schlagwörter, die viele Vereine verunsichern. Chancen und Herausforderungen stehen sich gegenüber. Eine Antwort darauf ist die ver­stärkte Kooperationsarbeit zwischen Sportvereinen und Schulen. Damit entsteht neben Sportunter­richt und Vereinstraining die „dritte Säule“ des Sports – der „Sport im Ganztag“.

Folglich verändert sich dadurch das traditionelle Verhältnis von Sportverein und Schule. Beide Institutionen müssen darauf reagieren darauf. Offenheit und wertschätzende Zusammenarbeit ist gefragt. Ein umfassender Hintergrundartikel beschreibt die vielfältigen Dimensionen der Thematik.

Der existentielle Druck der Ganztagsentwicklung in Schulen auf die Kinder- und Jugendarbeit der Sportvereine wirft die Frage nach der eigenen Positionierung und Ausrichtung der Sportvereine zwischen den subjektiven Sportbedürfnissen der Mitglieder und den gesellschaftlichen Bedarfen und Erwartungen auf. Die starken Veränderungen durch Ganztagsschulen und Ganztagsangebote bieten den Sportvereinen neben den oft beklagten Nachteilen für ihre Kinder- und Jugendarbeit auch große Chancen. Denn an keinem anderen Ort ist die Zielgruppe „Kinder und Jugendliche“ besser vertreten und zu erreichen als in der Schule. Sport und Bewegung sind für die ganzheitliche Bildung unverzichtbar und daher fester Bestandteil des Ganztagsangebots. Nur mit den Sportvereinen lassen sich die Angebote erfolgreich und flächendeckend realisieren.

Hierzu bietet die Sportjugend Hessen für alle Beteiligten eine Vielzahl von Unterstützungsleistungen an.

Gelingensbedinungen

Es gibt vermutlich nicht das Rezept für eine erfolgreiche Kooperationsarbeit zwischen Schulen und Vereinen. Vielmehr hängt dieses von den Rahmenbedingungen vor Ort – der Schulgröße, dem Stadt-Land-Verhältnis, dem Elterneinfluss, dem Engagement und der Kompetenz der Verantwortlichen in Schule und Sportverein und vielem mehr ab. Deshalb helfen Best-Practice-Beispiele helfen nur bedingt weiter. Deshalb hat die Sportjugend in einem mehrjährigen Projekt „Sportverein plus Schule“ die unterschiedlichen Erfahrungen vieler Kooperationen evaluiert und danach zwölf Gelingensbedingungen für erfolgreiche Kooperationen erstellt. Diese sind in Gelingensbedigungen kurz bzw. lang nachzulesen.

Tipps und Beratung

Für manche Kooperationsinteressierte ist oft der Anfang schwer. Hier hilft der Ratgeber zu  Erste Schritte einer Kooperation oder eine direkte Kontaktaufnahme zu uns. Wenn die Kooperation dann klappt, sichert ein Kooperationsvertrag die Arbeit. Als Vorlage dient der Mustervertrag, den man selbst verändern kann.

Gelungene Beispiele

Das Rat suchen bei Best Practice hilft nur bedingt weiter. Gleichwohl stellen wir gerne ausgewählte Berichte aus Vereinen und Verbänden über gelungene Kooperationen oder Projekten vor. Weitere Berichte werden immer wieder ins Netz gestellt.