Initiative „Mehr Bewegung in den Kindergarten“

"Mehr Bewegung in den Kindergarten" nennt sich die Initiative, die die Sportjugend Hessen zusammen mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport ins Leben gerufen hat. Die Initiative fördert die Kooperation zwischen Kindergärten und Sportvereinen zur Erweiterung des Bewegungsangebotes in Kindergärten.

Worum geht es?

Frühzeitige Bewegung fördert die motorische, seelische und geistige Entwicklung von Kindern. Aber gerade Kinder im Vorschulalter haben immer weniger Möglichkeiten und Räume, sich angemessen und ausreichend zu bewegen. Die Sportjugend Hessen will das ändern und Kindern schon im Kindergarten vielfältige Bewegungserfahrungen ermöglichen. Das fördert die Gesundheit, trägt zur Bildung bei und schützt vor Unfällen.

Was möchte die Initiative?

Die Sportjugend Hessen und das Hessische Ministerium des Innern und für Sport fördern mit Unterstützung der DAK die Kooperation zwischen Kindergärten und Sportvereinen. Damit wird die bewegungsorientierte Betreuung in den Kindergärten verbessert. Die Kooperationspartner erhalten dazu eine Starthilfe, die eine kontinuierliche Zusammenarbeit aufbauen soll. Dieser übergreifende Ansatz nutzt die Kompetenzen und Ressourcen der beteiligten Kindergärten und Vereine und qualifiziert gezielt deren Mitarbeiter/innen.

Was bringt es dem Kindergarten?

  • Qualifizierte bewegungsorientierte Kinderbetreuung unterstützt durch einen Sportverein
  • Praxis- und projektbezogene Qualifizierung der eigenen Erzieher/innen
  • Nutzung von Bewegungsräumen und Bewegungsmaterialien
  • Vielfältige Impulse zur langfristigen Einbindung von Bewegung in die alltägliche Arbeit
  • Möglichkeit der Qualifizierung zum „Hessischen Bewegungskindergarten“

Welche Unterstützung gibt es?

  • Im ersten Förderjahr für bis zu 40 Kooperationen einen Zuschuss von 600 € für das Übungsleiter/in- Honorar.
  • Im Folgejahr einen Zuschuss von 400 € und im dritten Förderjahr von 200 €.
  • Regionale Beratungs- und Auswertungstreffen der Erstkooperationen.
  • Jeweils eine Spezialfortbildung pro Kooperationsjahr. Die Fortbildungen werden zur Lizenzverlängerung anerkannt und bauen aufeinander auf.
  • Zusatzfortbildung „Bewegung und Ernährung“ im vierten Kooperationsjahr.
  • Ein offizielles Zertifikat von Ministerium und Sportjugend für jeden Kooperationspartner.
  • Beratung zur Organisationsentwicklung auf dem Weg zum anerkannten Bewegungskindergarten
  • Vernetzung mit der DAK; projektbezogene Unterstützung bei gesundheits-/bewegungsorientierten Veranstaltungen möglich
  • Individuelle Beratung von Kita und Verein zur interkulturellen Öffnung

Wie funktioniert die Teilnahme?

  • Die Bewerbung erfolgt mit dem Antragsformular bis zum 30. Juni eines Jahres bei der Sportjugend Hessen.
  • Der Förderzeitraum beträgt ein Jahr und kann auf Antrag um ein Folgejahr verlängert werden. Die finanzielle Förderung erfolgt max. drei Jahre.
  • Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet das Eingangsdatum und die Vollständigkeit des Antrags.
  • Eine Kooperation beginnt mit dem Kindergartenjahr nach den Sommerferien. Die finanzielle Unterstützung erfolgt zu Beginn des folgenden Kalenderjahres.
  • Es werden nur Sportvereine und Kindergärten in Hessen gefördert.

Was kommt auf Kindergarten und Sportverein zu ?

  • Verein und Kindergarten schließen einen Kooperationsvertrag (über die Sportjugend Hessen)
  • Einer der Partner stellt einen Bewegungsraum (z.B. Sporthalle oder Mehrzweckraum) zur Verfügung
  • Der Sportverein bietet für zwei Kindergartengruppen je eine wöchentliche Bewegungsstunde an
  • Die Beteiligung einer Erzieherin gewährleistet die Einbindung in die Alltagsarbeit
  • Die Übungsleiterin/innen benötigen eine gültige Lizenz oder haben an Fortbildungen zur Bewegungsförderung teilgenommen.
  • Beide Kooperationspartner haben Interesse an einer dauerhaften Zusammenarbeit

 

 

Welche Erfahrungen gibt es?

Im Zeitraum von 1998 bis 2015 wurden 604 Kooperationen in Hessen in das Programm aufgenommen.
Kinder, Eltern und alle Beteiligten sehen die Kooperationen als großen Gewinn. Die gemeinsame Arbeit wird an vielen Orten auch nach der Förderung weitergeführt.