... und schon wieder ist ein Jahr vorbei!

Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahr im Sport verabschieden sind

Freiwilliges Soziales Jahr im Sport

Der Sommer ist da und für das Freiwilligendienste-Team heißt es Abschied nehmen von den FSJ‘ern und BFD‘lern im Sport. Ein Jahr der gemeinsamen Zeit geht zu Ende. Die Abschlussseminare bieten noch einmal eine schöne Gelegenheit, die Zeit Revue passieren zu lassen und ein Resümee zu ziehen. Im Mittelpunkt standen dabei die individuellen Reflexionen: Welche Erfahrung habe ich gemacht? Welche Höhen und Tiefen gab es in den letzten Monaten? Was nehme ich für meinen weiteren beruflichen Werdegang mit?

Daneben kommt der Sport in den Abschlussseminaren natürlich auch nicht zu kurz. Jedes Seminar hat sein eigenes Programm. In diesem Jahre reichte die Angebotspalette von Rudern, Speedminton Geocaching und Mountanbiking um den Edersee über die Freiwilligen-Olympiade, Akrobatik und Geländespiel hinzu ganz ungewöhnlichen Sportarten wie Headis, Rhönrad oder Wasserski fahren.

Außergewöhnliche Sportarten und Sportplätze
Der Workshop Rhönrad stellte die Teilnehmer/innen vor besondere Herausforderungen. Denn auch wenn am Ende alle einmal kopfüber durch die Halle gerollt sind, war man sich einig, dass es doch mehr Überwindung kostet, als man denkt. In jedem Fall hatten die Teilnehmer/innen viel Spaß bei der Erprobung dieser außergewöhnlichen Sportart.  
Eine weitere Besonderheit war der Besuch der Jugendvollzugsanstalt (JVA) Rockenberg, bei dem der Austausch und das gemeinsame Sporttreiben mit den Insassen im Vordergrund standen. Die Freiwilligen erlebten hautnah, was für eine große Bedeutung der Sport für die Jugendlichen in der JVA hat.

Politische Bildung im Freiwilligen Sozialen Jahr
Für einen Tag lag der Fokus im Bereich der politischen Bildung. In diesem Jahr wurde in Zusammenarbeit mit PlanPolitik der Tag rund um das Thema Flucht und Asyl gestalltet. Vormittags wurde ein Planspiel durchgeführt, bei dem die Teilnehmer eine Flucht nach Deutschland durchspielten. Vom Passieren der Grenzen, hin zum Erstaufnahmelager und der Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Hierbei wurde schnell klar, wie kompliziert die Situation für viele Flüchtlinge ist. „Durch den heutigen Tag ist mir vieles bewusster geworden. Ich war ja schon nach ein paar Stunden genervt vom vielen Warten in der Erstaufnahme. Jetzt kann ich mir viel besser vorstellen wie schwer die Situation für die Flüchtlinge sein muss“, so ein Teilnehmer nach dem Planspiel. Vertieft wurden diese Erfahrungen durch mehrere Stationen, an denen mit Hilfe von  Videos, Fotos und einem Quiz weitere Fragen und Unklarheiten beantwortet wurden.
Am Nachmittag ging es mit einem Rollenspiel weiter. Im  fiktiven Ort „Welshausen“, wurde ein Internationales Fußballturnier ausgetragen. Im Verlauf des Turniers kam es zu rassistischen Äußerungen. Gemeinsam suchten die Teilnehmer/innen nach einer Lösung, wie der Ort in Zukunft mit solchen Ereignissen umgehen sollte und was präventiv getan werden kann, damit diese erst gar nicht fallen.

Ein neuer Lebensabschnitt
Ab September wird für die FSJ‘ler und BFD‘ler im Sport ein neuer Lebensabschnitt beginnen. Egal ob ein Studium oder eine Ausbildung ansteht, die Erfahrung und die persönliche Weiterentwicklung aus den letzten Monaten kann keinem genommen werden. Sicherlich wird ein großer Teil seinem Verein erhalten bleiben und weiterhin Gruppen und Mannschaften im Kinde-r und Jugendbereich trainieren.