Fünf neue Regionen beim Pakt für den Nachmittag

Sportvereine aufgepasst!

Kooperationen sind unerlässslich beim "Pakt für den Nachmittag"

Der „Pakt für den Nachmittag“ ist im laufenden Schuljahr abermals ausgeweitet worden. 46 weitere Grundschulen sind mit Schuljahresbeginn 2017/18 hinzugekommen, sodass das Programm nun 168 Pakt-Schulen umfasst. Erstmals dabei sind Schulträger aus den fünf Landkreis-Regionen Fulda, Kassel, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und Werra-Meißner.
Das ist eine wichtige Information für alle Sportvereine in diesen Regionen. Denn sie sind als Partner der neuen Pakt-Schulen gefragt. Und wer noch nicht dabei ist, sollte sein Interesse prüfen und dann den Kontakt mit den Schulen aufnehmen. Viele Schulen sind sicher weiterhin auf der Suche nach Sportvereinen als Kooperationspartner. Und durch die bessere Ausstattung der Schulen sollte die Finanzierung von Schule-Verein-Kooperationen eigentlich gut realisierbar sein. Soweit die Theorie!?

Sportjugend evaluierte die Kooperationsarbeit
Die Sportjugend begleitet die Entwicklung des Pakts sehr genau. Mit der Intension, die Auswirkungen des Pakts am Nachmittag auf die Kooperationsarbeit der Grundschulen mit den Sportvereinen in Erfahrung zu bringen, hat sie eine umfassende Evaluation durchgeführt und im Frühjahr zusammen mit einem daraus resultierendem Positionspapier veröffentlicht. Gerade das vierseitige Positionspapier bringt die aktuellen Aspekte sowie den notwendigen Verbesserungsbedarf sehr gut zusammen. Beide Papiere sind auf der Internetseite der Sportjugend zu finden. Wie auch eine Gesamtliste aller gegenwärtigen Pakt-Schulen und der mit ihnen kooperierenden Sportvereine.

Kontinuierliche Überprüfung und Nachsteuerung erforderlich
Im Nachgang der Veröffentlichung führte die Sportjugend ein sehr konstruktives Gespräch mit Vertreter/innen des Ganztags- und Sportreferats des Hessischen Kultusministeriums. Dabei wurden alle im Positionspapier angesprochenen Punkte diskutiert. Es wurde deutlich, dass in einigen Bereichen dieses großen Programms zum Ausbau von Ganztagsangeboten Nachsteuerungsbedarf besteht.
Diesen Aufgaben will sich das Ministerium weiter annehmen. Es ist ein großer Wurf, Vormittagsschule, Nachmittagsbetreuung und die vielen außerschulischen Bildungsanbieter gleichberechtigt zusammenzubringen. Und zudem den Eltern ein verlässliches Betreuungsangebot zu garantieren und gleichzeitig auch die vielfältigen Bedürfnisse der Kinder, z. B. nach Bewegung und Freiraum, im Blick zu behalten. Beide Aspekte sind die zentralen Herausforderungen für die koordinierenden Grundschulen.

Kooperationen als wichtiges Prinzip
Bei der Sportjugend-Evaluation wurde deutlich, dass zwar zwei Drittel aller Paktschulen eine Kooperation mit einem Sportverein eingegangen sind - aber mit meist nur mit einem konkreten Angebot. Da gibt es noch eine Menge Luft nach oben.
Sport und Bewegung stellen ein wesentliches Element für einen ausgeglichenen Schultag dar, wie zahlreiche Studien zur Ganztagsschulentwicklung belegen. Gleichzeitig sind sie bei den Schüler/innen sehr beliebt. So gilt es für Schulen wie für Sportvereine noch stärker aufeinander zuzugehen, um in einer gleichberechtigten Partnerschaft ein attraktives Nachmittagsangebot zu vereinbaren. Zur Erhöhung des Umfangs der Angebote wird es schließlich erforderlich sein, die Finanzierung von Seiten der Schule zu gewährleisten.
Weitere Informationen zum „Pakt für den Nachmittag“ bei Stephan Schulz-Algie, Telefon 069/6789-403, E-Mail