Anerkennung für Sport-Coaches durch die Hessische Landesregierung

Viertägige Bildungsreise nach Berlin

Landesprogramm "Sport und Flüchtlinge"
Foto: Bundesregierung/Dragan Film

Welch wichtige Aufgabe die Sport-Coaches im Rahmen des Landesprogramms „Sport und Flüchtlinge“ vor Ort übernehmen, wurde in vielen Reden bereits lobend erwähnt. Neben der finanziellen Unterstützung aus dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport finanzierten Landesprogramm erfuhren nun 17 Sport-Coaches eine besonders Anerkennung. Auf Einladung der Bevollmächtigten des Landes Hessen beim Bund, Lucia Puttrich, nahmen sie an einer Bildungsreise nach Berlin teil und verbrachten vier Tage in der Hauptstadt.

Besuch des Reichstags
Mit dem Zug ging es frühmorgens in Frankfurt los, so dass schon am Mittag an einer Führung durch den Reichstag teilgenommen werden konnte. Neben einem Vortrag über die Geschichte des Hauses und die Arbeitsweise der Politik war die Besichtigung der gläsernen Kuppel bei strahlendem Sonnenschein ein erster Höhepunkt.

Sicherheit und Integration – zwei wichtige Aspekte für ein friedliches Zusammenleben
Der nächste Tag begann mit dem Besuch des Bundesministeriums des Innern, wo die Sport-Coaches einen Vortrag zum Thema Sicherheit hörten. Sie erfuhren, wie komplex die Gesetzgebung in diesem Zusammenhang sein kann und welche unterschiedlichen Schnittstellen es zu beachten gibt.
Historische Einblicke erhielt die Gruppe bei der Begehung der Gedenkstätte „Deutscher Widerstand“, die an die Hinrichtung der Gruppe um Graf Stauffenberg erinnert. In der Diskussion waren sich die Teilnehmer/innen einig, dass die Gleichgültigkeit in einzelnen Bevölkerungsgruppen in der noch unstabilen Demokratie der Weimarer Republik dazu führte, dass der Nationalsozialismus groß wurde. Außerdem stimmte man auch darüber ein, dass es wichtig ist sich gegen Ausgrenzung und Benachteiligung einzelner Minderheiten zu engagieren.

Volles Programm
Am Mittwoch erfuhren die Sport-Coaches direkt im Bundesrat, wie Landes- und Bundespolitiker arbeiten. Spannend war insbesondere zu sehen, welchen Einfluss die Bundesländer gerade im Bereich der Gesetzgebung haben.
Weiter ging es mit einer Führung durch die ehemalige zentrale Untersuchungsanstalt der Stasi in Hohenschönhausen. Ein Zeitzeuge berichtete nicht nur von seinen persönlichen Erlebnissen in der Anstalt, sondern machte deutlich, wie mit menschenverachtenden Methoden Geständnisse erzwungen und „erwünschtes Handeln“ im System erreicht wurde.
Danach stand ein Informationsgespräch im Bundesministerium für Gesundheit auf dem Programm, bei dem die Gruppe auch die Möglichkeit hatte, über gesundheitspolitische Fragen zu diskutieren.
Abschließend gab es einen offiziellen Empfang in der Hessischen Landesvertretung in Berlin. Lucia Puttrich, Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, nahm sich viel Zeit für ausführliche Gespräche mit den Sport-Coaches. Alle hatten die Gelegenheit, von ihrem Engagement vor Ort zu berichten, und erhielten durch die Staatsministerin große Anerkennung ihrer Leistungen für die Gesellschaft.

Weitere Fahrten stehen an
Allgemeine Zufriedenheit herrschte auf der Heimreise und schon jetzt können sich weitere 50 Sport-Coaches auf ihre Fahrt nach Berlin Ende Oktober und Mitte November freuen.

Danksagung
Ein besonderer Dank geht an Staatsministerin Puttrich für die Einladung, an das Bundespresseamt für die reibungslose Organisation, die Hessische Landesvertretung in Berlin für die Unterstützung vor und bei der Reise sowie an das Hessische Ministerium des Innern und für Sport für die Finanzierung des Landesprogramms „Sport und Flüchtlinge“.