Initiative Sportverein plus SchuleInitiative Sportverein plus Schule

Die Sportjugend Hessen unterstützt intensiv die Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen und hat in diesem Zusammenhang die Initiative „Sportverein plus Schule“ ins Leben gerufen. Das Ziel dieser Initiative ist die Förderung von Kooperationen zwischen Sportvereinen und Schulen.

Ganztagsschulen auf dem Vormarsch…

Im Schuljahr 2010/11 wird es in Hessen etwa 700 offizielle und zahlreiche weitere ganztägig arbeitende Schulen und G8-Gymnasien geben. Das hat Auswirkungen auf die Gestaltung von Schule und die Jugendarbeit in den Sportvereinen. Kooperationen und Absprachen zwischen beiden Institutionen bekommen immer mehr Bedeutung.

Gewinnen können beide Seiten! Gerade Sport und Bewegung liegen bei Schüler/innen hoch im Trend und sind folglich wichtige Bausteine im Schulprofil einer modernen Schule, insbesondere in der

Ganztagsbetreuung. Sportvereine wiederum gewinnen durch die Kooperation mit Schulen ein deutliches Profil und fördern die Vereinsentwicklung. Denn falls die Prognosen zutreffen, dass in fünf bis zehn Jahren flächendeckend Schulen ganztägig arbeiten, wird sich die Arbeit vieler Sportvereine grundlegend verändern. Daher ist es sinnvoll, gezielt und geplant längerfristige Strukturen zwischen Sportvereinen und Schulen aufzubauen und zu fördern. Sie sollen die Zusammenarbeit organisatorisch wie inhaltlich sicherstellen.

Warum gerade Sport?

Sport und Bewegung müssen ein wesentlicher Bestandteil einer modernen ganztägig arbeitenden Schule sein, besonders für „sportlich benachteiligte“ Schüler. Bewegung und motorisches Handeln im Kindes- und Jugendalter sind unbedingte Voraussetzungen für das schulische Lernen. Konzentration und Aufmerksamkeit werden durch Sport und Bewegung gesteigert und damit insgesamt die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert.

Kooperationen - für beide ein Gewinn!

Modellprojekte gesucht
Für das Schuljahr 2010/11 werden Kooperationen von Schulen und Sportvereinen gesucht, die Angebote zu folgenden thematischen Schwerpunkten anbieten:
1. für den Bereich der Grundschule: Verbesserung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule in Kooperation mit einem Sportverein,
2. für den Bereich der Mittel- und Oberstufe: die Verbindung von Bewegung und Ernährung innerhalb eines Kooperationsangebotes.

1. Hintergrund zum Projektbereich „Übergang“:

Die Verbesserung des Übergangs vom Kindergarten zur Grundschule ist ein wesentlicher Schwerpunkt des „Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 -10 Jahren in Hessen“. Verbunden mit Chancen und Risiken stellt dieser Übergang eine gewaltige Anforderung für die Kinder dar. Das betrifft häufig einschneidende Veränderungen im Bewegungsverhalten, in den Ernährungsgewohnheiten oder im Umgang mit Stress. So ist bei vielen Kindern ein Rückgang der Bewegungsaktivitäten ab dem Grundschulalter zu beobachten.
Es ist die Aufgabe aller beteiligten Personen und Institutionen diesen Veränderungsprozess für das betroffene Kind zu erleichtern. Hier besteht noch in vielen Bereichen Handlungsbedarf. Das beginnt beim gemeinsamen Gespräch, setzt sich im Verständnis einer Partnerschaft auf Augenhöhe fort und mündet in ein zusammenhängendes Konzept mit konkreten Maßnahmen. Die Idee ist, dass diese institutionelle Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Grundschule durch den Sportverein zu einer Dreier-Kooperation erweitert wird. Hintergrund ist die Annahme, dass Bewegungsangebote generell und in Zusammenarbeit mit dem Sportverein eine besonders durchgängige konstante Beständigkeit im Wechsel vom Kindergarten in die Schule bieten können.
In der Umsetzung sollen sich die drei Partner austauschen und ein gemeinsames Konzept mit konkreten Aktivitäten erarbeiten. Mögliche Maßnahmen sind regelmäßige Treffen der Partner, Kooperationsangebote von Kindergarten-Verein und Grundschule-Verein, gemeinsame Projektwochen oder Tage der offenen Tür, gemeinsame Elternansprache, gemeinsame Aktivitäten der Kinder und der Beteiligten beider Institutionen, gemeinsame Fortbildungen und vieles mehr.

Schon vorhandene Kontakte zwischen dem Sportverein einerseits und Kindergarten bzw. Schule andererseits können, müssen aber nicht eine Grundlage für die Arbeit sein.

2. Hintergrund zum Projektbereich „Bewegung und Ernährung“:
Die Verbindung von Bewegung und Ernährung wird immer aktueller. Denn damit wird der bisherige gesundheitsorientierte Ansatz zugespitzt. Wurde beim allgemeinen Thema Gesundheitsförderung häufig entweder nur der Blick auf die Bewegung oder auf die Ernährung gelegt, steht hier nun die wirkliche Verbindung beider Themen im Mittelpunkt. Im Wesentlichen geht es darum, den Schüler/innen durch geeignete Methoden das Zusammenspiel von herausfordernder und spaßvoller Bewegung sowie ausgewogener Ernährung zu vermitteln. Es ist für die Arbeit mit pubertierenden Schüler/innen der Sekundarstufe 1 keine einfache, aber eine umso lohnendere Aufgabe. Hierzu sollen regelmäßige Kooperationsmaßnahmen, Aktionstage oder interdisziplinäre Ansätze angeboten werden. Dazu eigenen sich entsprechende Spielformen, die Einbindung von gemeinsamen Essensanlässen, Bewegungsstationen, erlebnisorientiertes Lernen und vieles mehr. 

  • Bedingungen für beide Projektbereiche:
  • Teilnahme an regionalen Beratungstreffen am 07.06.2010 von 18.00 bis 20.30 Uhr in Frankfurt (bitte schon vormerken).
  • Ausfüllen eines Konzept- und Planungsblattes und eines Jahresberichts
  • Leistungen der Sportjugend:
  • Kostenlose Beratungsangebote
  • Vergünstigte Fortbildungsangebote
  • Finanzielle Förderung von bis zu 1.000 € pro Jahr (Zahlung in halbjährlichen Raten); eine Fortsetzung der Förderung im zweiten Jahr ist möglich.
  • Jede Kooperation hat die Möglichkeit, im laufenden Schuljahr für einen halben Tag das Sportmobil des Projektes "Integration durch Sport" kostenfrei einzusetzen.

3. Wie funktioniert die Teilnahme?
Bewerbungen von interessierten Kooperationen sind bis zum 21.05.2010 möglich. Die Anmeldeformulare für die verschiedenen Förderbereiche („Übergang“, „Bewegung und Ernährung“ oder Weiterförderung bestehender Projekte) finden Sie unter „Download“, rechts auf dieser Seite.
Sie beantragen damit gleichzeitig die Aufnahme in die Initiative „Sportverein plus Schule“. Für alle Kooperationen, die bereits Mitglied in der Initiative sind, entfällt dieser Schritt.

4. Partner der Initiative werden
Darüber hinaus können sich weiterhin Kooperationen von Schulen und Sportvereinen als Partner der Initiative „Sportvereine und Schule“ bewerben. Sie erhalten dadurch Beratungen, vergünstigte Fortbildungen und einen kostenlosen Einsatz des Spielmobils des Programms „Integration durch Sport“.

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