Fortbildung "Interkulturelle Kompetenz"Fortbildung "Interkulturelle Kompetenz"

„Sport interkulturell“ – Integration durch Sport

Integration ist eine dauerhafte gesellschaftliche Aufgabe mit vielen Facetten. Für den Deutschen Olympischen Sportbund mit all seinen Vereinen bedeutet die Integrationsarbeit auch eine Öffnung zum interkulturellen Dialog. Auf diese Bedarfslage müssen die Vereine vorbereitet und sensibilisiert werden und sich weiter als bisher für partnerschaftliche Strukturen öffnen.

Toleranz und soziale Integration, wie sie das Leitbild des deutschen Sports gegenüber Menschen anderer Herkunft und Sprache fordert, sind gerade im Breitensport immer wieder zu trainierende und zu überprüfende Faktoren. Eine interkulturelle Handlungskompetenz bei allen Beteiligten, insbesondere der Gruppe der Übungsleiterinnen und –leiter, ist daher dringend erforderlich.

Was ist „fremd“?

Die Fortbildung „Sport interkulturells ist „“ qualifiziert die teilnehmenden Übungsleiter/innen, Starthelfer/innen im Programm „Integration durch Sport“ sowie Funktionsträger/innen in den Vereinen und Verbänden auf vielfältige Weise.

Fragen wie „Was ist Identität? Woher kommen die anderen? Wie entstehen Bilder über andere?“ werden gemeinsam in der einzelnen Schulungseinheiten aufgearbeitet.

Integration als gelebter Alltag

Beispielsweise bekommen die Übungsleiter/innen und Trainer/innen neue Ideen für eine Trainingsdidaktik, die sensibilisiert ist für Fragen interkultureller Vielfalt, wie sie in vielen Sportgruppen vorhanden ist.

Sie lernen, Werte wir Toleranz und Teamgeist in ihren Mannschaften und Projekten zu schärfen.

Die Ziele der Qualifizierungsmaßnahme

  • Sensibilisierung der Teilnehmer/-innen (TN) für kulturell bedingte Differenz
  • Erweiterung des Handlungsspektrums in Bezug auf die sozialen Beziehungen der Trainingsteilnehmenden
  • Transfer des interkulturellen Lernens des Vereins
  • Integration von Angehörigen der Mehrheitsgesellschaft und Zuwanderer im Sport

Das Konzept auf drei Säulen

  1. Prozess- und Teilnehmerorientierung
    Der kulturelle Hintergrund der TN (Motivation und Interesse) ist eine erste Orientierung für die Durchführung des Seminars.
  2. Erfahrungslernen
    Gekennzeichnet durch 2 Zugänge:
    a) TN kommen als Experten für die Sportpraxis zu den Seminaren. TN
        lernen gegenseitig von ihren Praxiserfahrungen.
    b) Durch Übungen und Simulationen werden Situationen geschaffen, in
        denen die Teilnehmer gemeinsame Erfahrungen machen können. Ein
        Transfer wird in gemeinsamen Reflexionsphasen und
        Gruppendiskussionen hergestellt.
  3. Interkulturelles Lernen
    Als Lerngegenstände wurden folgende Punkte definiert
    a) die eigene Kultur
    b) fremde Kulturen
    c) kulturell geprägtes eigenes Handeln
    d) kulturell geprägtes fremdes Handeln.

Teilnehmerkreis: interessierte Personen, Vorstandsmitglieder, Übungsleiter.

Ansprechpartner

Peter Schreiber
Regionalbüro Nordhessen
Regionalkoordination
im Sport,- Natur- und Erlebniscamp Edersee
Im Breitenbachtal
34516 Vöhl-Harbshausen
Tel. 0 56 35.99 26 15

E-Mail

Sportjugend Hessen · D-60528 Frankfurt am Main · Tel: 0 69.67 89 2 70 · http://www.sportjugend-hessen.de