

Junge Menschen stehen freiwilligem Engagement positiv gegenüber. Dies belegen Untersuchungen und Umfragen, auch wenn die öffentliche Meinung häufig anderes verbreitet. Junge Menschen sind vor allem dann freiwillig engagiert, wenn sie einen Sinn in ihrem Tun erkennen können, wenn sie ihr Engagement als persönliche Bereicherung erleben und wenn sich ihnen auf diese Weise neue menschliche Kontakte eröffnen.
Einer Shell Jugendstudie von 2005 zufolge orientieren sich Jugendliche an konkreten und praktischen Problemstellungen, die für sie mit persönlichen Chancen verbunden sind.
Bildung und Orientierung
Das FSJ und hier besonders im Tätigkeitsfeld Sport bietet diese Möglichkeiten. Im Sinne eines Bildungs- und Orientierungsjahres übernehmen die Freiwilligen Verantwortung in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen bei Sport, Spiel und Bewegung. In diesem Betätigungsfeld finden wichtige Prozesse zur weiteren Persönlichkeitsbildung und Orientierung statt. Abstimmung im Team wird zur Voraussetzung, um erfolgreich Vereinsangebote durchführen zu können. Sich vor eine Gruppe lebhafter Kinder zu stellen, verlangt zunächst Mut und gibt später Selbstvertrauen und Sicherheit.
In ihrer Tätigkeit lernen die Freiwilligen ihre Grenzen kennen, aber auch im Sinne einer weiteren Beruforientierung ihre Stärken und Schwächen sowie Vorlieben und auch Abneigungen.
Speziell der Sport bietet weitere zusätzliche Erfahrungsfelder bei der Anwendung von Grundprinzipien wie Fairness, Vielfalt, Freiwilligkeit und Demokratie. Aber auch Interkulturelles Lernen und Integration von ausgegrenzten gesellschaftlichen Randgruppen sind zentrale Themen des Sports, die hier unmittelbar in der Praxis erfahren und eigenverantwortlich kreativ gestaltet werden können. Die dabei erworbenen Personalen wie Sozialen Kompetenzen sind nicht nur im Freiwilligendienst gefragt, sondern vielmehr auch am Arbeitsmarkt und im späteren Beruf.
Zusätzliche Qualifikation
Und letztendlich entscheidet sich hier auch das weitere persönliche Verhältnis zum Sport: sei es als gezielter Berufswunsch oder auch durch die erworbenen Qualifikationen in Form eines weiteren ehrenamtlichen Engagements im System des organisierten Sports.
Als Rahmen eines freiwilligen bürgerschaftlichen Engagements ist es Aufgabe der Trägerin, dieses System zu pflegen, zu sichern und quantitativ wie qualitativ auszubauen.