Leitung: Guido Francescon
Was gehört generell zu interkultureller Kompetenz?
Hier wurden verschiedene Aspekte zusammengetragen, die die inhaltliche
Voraussetzung für die Entwicklung eines Unterrichts-Bausteins „Interkulturelle Kompetenz im Sport“ herstellen.
Bezogen auf die Strukturen in Sportvereinen wurde im Anschluss darüber nachgedacht, welche Rolle einzelne Beteiligte mit ihrer interkulturellen Kompetenz einnehmen können.
Der Vereinsvorstand schafft den Rahmen und die Atmosphäre innerhalb des Vereins. Seine Mittel sind beispielsweise die Repräsentation von Migranten und Minderheiten im Vorstand, der Erlass von Statuten und Satzungen, die Migranten- und Minderheiten-Ausgrenzung ächten sowie die Durchführung entsprechender Sanktionen bei Missachtung.
Trainerinnen und Trainer sind als wesentliche Gestalter des „Gruppeninnenlebens“ einer Sportgruppe gefragt. Sie können ihre Leitungsrolle so ausfüllen, dass ein ehrliches und von gegenseitiger Akzeptanz getragenes Miteinander entsteht. Dabei geht es nicht um die Verdrängung von Konfliktpotentialen, sondern vielmehr um deren aktive Bewältigung. Grundsätzlich gehört dazu auch die Akzeptanz von Verschiedenheit – nicht elf Freunde sind das Ziel, sondern elf Personen, die miteinander Sport treiben können und dabei alle auf ihre jeweils subjektive Weise an Lebensqualität gewinnen.